Deinen Kaliumspiegel senken
Erstellt durch WikiHowrevision
4 Teile:Erkenne die Symptome eines hohen KaliumspiegelsKenne die Risikofaktoren für einen hohen KaliumspiegelBehandlung eines hohen KaliumspiegelsSenkung des Kaliumspiegels durch Ernährung
Eine chronische Erhöhung des Kaliumspiegels (auch bekannt als Hyperkaliämie) weist in der Regel auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin. Aber es kann auch durch bestimmte Medikamente verursacht werden oder durch Kaliumergänzungen, akute Verletzungen und den Konsum illegaler Drogen. Du kannst mit ärztlicher Hilfe deinen Kaliumspiegel senken, und auch mit besseren Essgewohnheiten, bis dein Kaliumspiegel wieder normal ist.
AnzeigeVorgehensweise
Teil 1 von 4: Erkenne die Symptome eines hohen Kaliumspiegels
-
1Achte auf kardiale Symptome. Zu viel Kalium kann beeinflussen, wie dein Herz arbeitet. Es verursacht Symptome wie Herzrhythmusstörungen (einen anormalen Rhythmus), Herzklopfen oder Herzstolpern, und letztlich Herzstillstand. Wenn du einen Grund hast zu denken, dass du diese kardialen Symptome haben könntest, suche sofort einen Arzt auf. Anzeige
-
2Achte auf Übelkeit und Erbrechen. Ein erhöhter Kaliumspiegel kann zu Magenverstimmung, Übelkeit und Erbrechen führen. Diese Symptome können wiederum Dehydrierung zur Folge haben.
- Wenn du dich erbrichst, solltest du sicherstellen, viel Flüssigkeit zu trinken und versuchen, leichte, blande Kost zu essen. Ruhe dich aus und suche einen Arzt auf, wenn deine Symptome nicht nachlassen.
-
3Auch Müdigkeit und Schwäche solltest du beachten. Kalium hilft der Muskelfunktion. Wenn du also zu viel oder zu wenig Kalium hast, können deine Muskeln geschwächt werden, wodurch du dich schwach, müde und lethargisch fühlen wirst. Dieses Gefühl kann durch andere Symptome noch verschärft werden, insbesondere durch Erbrechen.
-
4Taubheitsgefühle oder Kribbeln können ebenfalls auftreten. Taubheitsgefühle oder Kribbeln stehen auch im Zusammenhang mit der Muskelfunktion. Du könntest diese Empfindungen zuerst in deinen Extremitäten (Händen und Füßen) und dann um den Mund herum feststellen; dem könnte Muskelzucken folgen. Du solltest ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn du diese Symptome hast.
-
5Du solltest auch wissen, dass sich nicht unbedingt Symptome bemerkbar machen werden. Viele Menschen haben keine Symptome und der hohe Kaliumspiegel wird nur entdeckt, wenn ein Arzt einen Bluttest durchführt.[1]
Teil 2 von 4: Kenne die Risikofaktoren für einen hohen Kaliumspiegel
-
1Sei besonders wachsam, wenn du Probleme mit den Nieren hast. Die Symptome eines hohen Kaliumspiegels können in der Anfangsphase leicht irrtümlich für Grippe oder Müdigkeit gehalten werden. Es ist wichtig, dass dein Arzt einen Bluttest macht und überprüft, ob du einer Risikogruppe angehörst. Menschen mit Nierenproblemen gehören beispielsweise zu einer solchen Risikogruppe. Die Nieren sind für das Entfernen von überschüssigem Kalium verantwortlich. Wenn sie nicht ordnungsgemäß funktionieren, könntest du einen hohen Kaliumspiegel haben.
-
2Du solltest auch wissen, dass Alkohol- oder Drogenmissbrauch dein Risiko erhöhen kann. Wenn du Alkohol oder andere Drogen missbrauchst, kann dies deinen Muskeln schaden; dadurch wird zu viel Kalium freigesetzt.
-
3Verstehe, welche Rolle Medikamente spielen können. Bestimmte Medikamente, insbesondere Blutdruck- und Nierenmedikamente, können unglücklicherweise die Folge haben, dass Kalium im Körper aufgebaut wird.
-
4Auch kann ein Trauma einen zu hohen Kaliumspiegel verursachen. Wenn Leute schwere Gewebeverletzungen erleiden, wie Verbrennungen, besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für einen hohen Kaliumspiegel.
-
5Achte auf deinen Kaliumspiegel, wenn du Morbus-Addison hast. Die Addisonkrankheit, auch bekannt als chronische Nebenniereninsuffizienz, verringert die Hormone im Körper, die den Nieren sagen, überschüssiges Kalium zu entfernen. Wenn du Morbus-Addison hast, solltest du deinen Kaliumspiegel überwachen.[2]
Teil 3 von 4: Behandlung eines hohen Kaliumspiegels
-
1Mache bei deinem Arzt einen Bluttest. Leute wissen selten, dass sie einen hohen Kaliumspiegel haben, es sei denn, dass sie sich einem Bluttest unterziehen. Ein hohes Ergebnis macht in der Regel einen zweiten Test notwendig, da bei einer kontaminierten Blutprobe Kalium entweichen kann, was zu einem ungenauen Ergebnis führen kann.[3]
-
2Schaue dir die Liste deiner aktuellen Medikamente mit deinem Arzt an. Du könntest ein verschreibungspflichtiges Medikament nehmen, dass Hyperkaliämie oder einen hohen Kaliumspiegel verursachen kann. Dein Arzt kann die Umstellung auf ein neues Medikament vorschlagen oder deine Dosis reduzieren.
- Wenn du deinen Arzt nicht erreichen kannst, rufe deinen Apotheker an. Der Apotheker sollte mögliche Symptome der verschreibungspflichtigen Medikamente kennen, die du nimmst.
-
3Nimm Kalzium. In schweren Fällen kann dein Arzt vorschlagen, intravenös Kalzium zu verabreichen. Es sind in der Regel 500-3000 mg (10-20 ml) bzw. 0,2 bis 2 ml pro Minute. Du benötigst eine zusätzliche Dosis, wenn deine Hyperkaliämie extrem ist.
-
4Erkundige dich bezüglich Diuretika. Diuretika oder Wasserpillen werden manchmal verabreicht, um überschüssiges Kalium durch Wasserlassen zu entfernen. Diuretika können ein- bis zweimal täglich oral eingenommen werden (0,5 - 2 mg pro Dosis), oder intravenös verabreicht werden.
-
5Ziehe Harz in Erwägung. Dein Arzt könnte dir vorschlagen, dass du Harz nimmst, damit dein Körper Kalium über den Darm ausscheidet. Die typische Dosis beträgt 50 Gramm und wird oral eingenommen. Oder er könnte dir jeweils 30 ml Sorbitol verabreichen.
-
6Nimm Insulin und Glukose wie angewiesen. Wenn dein Arzt denkt, dass es notwendig ist, musst du Insulin und/oder Glukose nehmen, um das Kalium in deine Körperzellen zu transportieren, wo es sein sollte. Die übliche Dosis von Insulin beträgt 10 Einheiten intravenös; die übliche Dosis von Glukose liegt bei 50 % (D50W) 50 ml (25 Gramm). Diese wird in der Regel als 1 Ampulle intravenös über 5 Minuten verabreicht.
-
7Lasse eine Hämodialyse durchführen. Wenn ein Nierenversagen vorliegt, ist die Hämodialyse deine beste Option zur Behandlung. Es ist ein Prozess, bei dem eine Maschine u. a. überschüssiges Kalium aus deinem Blut entfernt, da deine Nieren nicht dazu in der Lage sind.
Teil 4 von 4: Senkung des Kaliumspiegels durch Ernährung
-
1Nimm keine Kaliumpräparate oder Multi-Vitamine mehr, die Kalium enthalten.
-
2Reduziere die Menge an Fleisch, die du konsumierst. Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Fisch und Eier haben einen relativ hohen Gehalt an Kalium und anderen Mineralien. Ersetze Fleisch für einige Tage oder Wochen mit Gemüse.
-
3Iss nicht viele Milchprodukte. Kuhmilch sollte mit Reismilch ersetzt werden, anstatt mit Mandelmilch oder Sojamilch, da diese auch viel Protein enthalten.
-
4Wähle weißen Reis, Weißbrot und Nudeln, anstatt braunen Reis, Vollkornbrot und Kleie, um deinen Kaliumspiegel zu senken. Diese Nahrungsmittel werden verarbeitet und enthalten sehr geringe Mengen an Kalium.
- Wenn dein Kaliumspiegel gesunken ist, wird dein Arzt dir vorschlagen, dich wieder auf Vollkornprodukte umzustellen.
-
5Nimm weniger Salz zu dir. Kochsalz hat meist Kalium, und zu viel Salz wird sich auf deine Nieren auswirken. Vermeide gefrorene Mahlzeiten, Konserven und salzige Snacks.
- Du musst leider auch viele Ersatzstoffe für Salz vermeiden. Viele davon sind reich an Kalium.
-
6Vermeide Lebensmittel, die reich an Zusatzstoffen sind. Verpackte Backwaren, Sportgetränke und verarbeitete Fleischprodukte enthalten viele Zusatzstoffe. Das bedeutet normalerweise, dass sie auch reich an Kalium sind.
-
7Ziehe bestimmte Früchte anderen Früchten vor. Ziehe Äpfel, Beeren, Preiselbeersaft, Pampelmusen, Mangos, Wassermelonen, Pfirsiche und Birnen gegenüber Bananen, Melonen, Nektarinen, Orangen und Rosinen vor. Die Ersteren enthalten weniger Kalium.
-
8Du solltest wissen, welche anderen Arten von Lebensmitteln du ruhig essen kannst und welche du vermeiden solltest. Paprika, Karotten, Blumenkohl, Auberginen, Gurken, rohe Pilze, Sellerie, grüne Bohnen, Kohl und Salat sind in Ordnung. Vermeide jedoch Avocado, Eichelkürbis, Mangold, Paprika, Süßkartoffeln und Tomatensaft.
- Das Kochen einiger Gemüsearten erhöht deren Kaliumgehalt. Dies gilt für Brokkoli, Pilze, Rosenkohl und Spinat.[4]
-
9Sprich mit deinem Arzt über Kräuter. Die meisten Kräuter sind wahrscheinlich sicher, und insbesondere Lakritze ist wahrscheinlich von Vorteil. Aber Luzerne, Brennnessel und Löwenzahn können deinen Kaliumspiegel erhöhen. Sprich mit deinem Arzt vor der Verwendung von Kräuterergänzungen jeglicher Art.
-
10Trinke mehr Wasser. Eine gesteigerte Wasseraufnahme wird dir helfen, deinen Kaliumspiegel zu senken. Dies wird auch eine gute Wirkung auf deine Nierenfunktion haben. Anzeige
Tipps
- Das Essen von Lebensmitteln mit einem hohen Kaliumgehalt ist selten die Ursache des hohen Kaliumspiegels. Er wird in der Regel durch Nierenerkrankungen oder Medikamente verursacht. In seltenen Fällen beruht es auf der Addisonkrankheit, durch die eine Freigabe des Hormons für die Regulierung des Kaliums nicht funktioniert. Eine Umstellung deiner Ernährungsgewohnheiten mit dem Zweck, den Kaliumspiegel zu senken, sollte nur kurzfristig probiert werden, nachdem du einen Arzt konsultiert hast.
- Wenn du Hyperkaliämie hast, benötigst du ein Elektrokardiogramm (EKG), um deinen Herzrhythmus zu überprüfen. Du musst wahrscheinlich auch einen Bluttest und Urintests machen. Wenn du Medikamente nimmst, die den Kaliumspiegel beeinflussen können, müssen regelmäßige Kontrollen gemacht werden.
- Regelmäßige medizinische Versorge ist wichtig. Während der Vorsorgeuntersuchungen solltest du deinem Arzt eine vollständige Vorgeschichte geben, darunter auch Kräuter oder Ergänzungen, die du einnimmst.
Was du brauchst
- Weißbrot und Nudeln
- Reismilch
Quellen und Zitate
Artikel Information
Kategorien: Gesundheit
In anderen Sprachen:
Português: Como Diminuir os Níveis de Potássio, Русский: понизить уровень калия в организме, English: How to Lower Potassium Levels
Diese Seite wurde bisher 2.643 mal abgerufen.
